Die Entstehung des Netzes im Jahre 2006 war einerseits Ausdruck der wachsenden Sorge über die schärfer werdenden sozialen Verwerfungen, die krisenhaften ökonomischen und ökologischen Entwicklungen, sowie die anhaltenden militärischen Konflikte bzw. Bedrohungen. Anderseits wollten die Initiatoren den vielen ökumenischen Gruppen und Initiativen im Land die Chance geben, ihre Kräfte an bestimmten Punkten gemeinsam einzusetzen und dadurch zu verstärken.

Das Netz ist Teil der Zivilgesellschaft und offen für Kontakte auch jenseits der verfassten Kirchen.

Was wir wollen

Wir fühlen uns herausgefordert, "das kapitalistische Wirtschafts- und Lebensmodell mit seinen ... tödlichen Folgen und seinen Tendenzen zur Selbstverabsolutierung mit dem Glauben an den Gott der Bibel zu konfrontieren, der für das Leben aller Menschen und die Integrität der Schöpfung steht. Diese Herausforderungen nehmen wir an im Einklang mit den Beschlüssen des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), des Reformierten Weltbunds (RWB) und des Lutherischen Weltbunds (LWB)."

So heißt es im Selbstverständigungspapier der Gründungsversammlung, das den Titel trägt "Nicht Götzen, sondern dem Leben dienen". Darin kommt eine entschieden antikapitalistische Haltung zum Ausdruck. Wir betonen die Notwendigkeit, die gesellschaftliche Analyse ständig im Lichte der biblischen Botschaft zu erneuern. Wir wollen Widerstand üben, Mythen und Lügen entlarven, das Gemeineigentum schützen und eine solidarische und ökologische Wirtschaftsweise fördern. Wir wollen die Kirchen für gesellschaftliche Veränderung gewinnen, hin zu einer Ökonomie, die nicht in erster Linie der Vermehrung des Kapitals, sondern dem Leben und Zusammenleben der Menschen sowie der ganzen Schöpfung dient. Wir suchen die Zusammenarbeit über die Grenzen der Religionen hinweg und mit säkularen Bewegungen der Zivilgesellschaft.

Wie wir arbeiten

Die Tätigkeit des ÖNiD beruht auf ehrenamtlichem Engagement. Die Finanzierung der laufenden Arbeit erfolgt durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.

Die jährlich tagende Mitgliederversammlung bietet Gelegenheit zu gegenseitigen Berichten über Aktivitäten, Arbeitsschwerpunkte und Tendenzen. Gemeinsame Arbeitsvorhaben werden beraten und auf den Weg gebracht. Gleichzeitig fungiert die Mitgliederversammlung als Gremium für Richtungsentscheidungen, Wahlen usw. Ein Koordinierungskreis leitet die Arbeit zwischen den Mitgliederversammlungen. Wichtiges Arbeitsinstrument ist die Website als Plattform für Information und die Verabredung von Aktionen.

Gegenwärtig stehen folgende Schwerpunkte im Zentrum der Arbeit des ÖNiD: